Watchful

“Watchful” beschäftigt sich mit der Präsenz von Zeit in unserem Alltag. Wann spielt die Zeit eine Rolle, da wir Termine haben und wann nicht, weil wir unsere Freizeit genießen möchten. Mit unserem Versuchslabor testeten wir, wie die Präsens von Zeit anhand verschiedener Parameter visuell, auditiv und haitisch erfahrbar gemacht werden kann.

 


 

1. Aufgabenstellung
Gegenstände verfügen nur über ein begrenztes Repertoire an Feedback-Möglichkeiten. Aufgabe ist es, sich einen Gegenstand auszusuchen und diesen mit einer möglichst intuitiven Geste auszustatten, damit die Kommunikation zwischen Mennsch und Maschine natürlicher ausfällt.
Hierzu können verschiedene Sinne angesprochen werden:

Visuell: Lage/Form/Größe/Helligkeit/Farbe/… ändern sich
Taktil: Haptik/Materialität/Wärmezustand/Vibration/… ändern sich
Auditiv: Tonhöhe/Rythmus/Lautstärke/… ändern sich
Olfaktorisch: Gerüche/… ändern sich
Gustatorisch: Geschmack/… ändern sich

Ansatzmöglichkeiten und Denkanstöße bestehen durch neue Technologien und Nutzer- oder Verhaltenszentriertes Denken. Zusätzlich soll das Sprintprojekt zur Selbstreflektion dienen. Bisherige Arbeitsmethoden und Vorgehensweisen sollen überdacht werden und bewertet werden.

2. Themenfindung
Nach ein bis zwei Wochen entschieden wir uns dafür, uns um das Thema Zeit zu kümmern. Weitere mögliche Projektethemen wären das Wetter und intelligente Objekte gewesen. Wir entschieden uns für das Thema Zeit, da wir alle unter ständigen Termindruck stehen und die Organisation von Terminen zum Alltag eines jedes Menschen gehört. Wir waren auch überrascht, wie wenig Uhren sich in den Jahren geändert haben, obwohl sie über ein großes Potential verfügen.

3. Herangehensweise
Um möglichst viele sinnvolle Ideen zu generieren wurden es zwei unterschiedliche Herangehensweisen kombiniert.
3.1. Card Sorting
Das Card Sorting ermöglichte es uns, die unterschiedlichsten Ideen bezüglich der visuellen, ahptischen, auditiven, olfaktorischen und gustatorischen Möglichkeiten einer Uhr zu genereieren. Hierfür schrieben wir alle möglichen Ideen auf und sortierten sie nach unseren Sinnenseindrücken.
3.2. Storytelling
Das Storytelling wiederum fokussierte unsere Gedanken rund um eine Person herum. Durch diesen, eher nutzerzentrierte Ansatz, konnten wir alle unnötigen oder unnützen Ideen aus dem Card Sorting aussortieren und uns auf ein paar wenige Ideen beschränken. Im nächsten Schritt sortierten wir alle Ideen nach positiven und negativen Feedback. Da unsere Uhr zu keinem Zeitpunkt ein negatives Erlebniss darstellen sollte, konzentrierten wir uns im folgenden nur auf die positiven Eigenschaften welche wir uns erarbeitet haben.

 

4. Prototyping
Für den Prototyp wurden zwei Arduino Boards, ein Midicontroller, drei LEDs, ein externer Screen und ein Vibrationsmotor verbaut. Gesteuert wirdder Prototyp über VVVV. Der VVVV Patch besteht insgesamt aus knapp 670 Nodes die in 17 Subpatches und einem Root-Patch untergebracht sind. Als Eingabesituation für den Prototypen dient eine Tastatur und ein Midicontroller von KORG.Das Feedback erfolgt über einen Screen, drei LEDs, einem Vibrationsmotor und den Boxen des Laptops.

Unser Prototyp erlaubt die Steuerung von:
– Intensität, Rythmus und Dauer der LEDs (Ambilight)
– Intensität, Rythmus und Dauer des Vibrationsmotors
– Anzahl und Verhalten der Zeiger
– Audioausgabe und Lautstärke
 
 
Konzept, Gestaltung, Prototyp, Film
Fabian Kreuzer
Julia Stäbler
Markus Lorenz Schilling

Danke für die Unterstützung
Prof. Hans Krämer
Prof. Steffen Süpple

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Englisch



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